Dienstag, 9. November 2010

Soziale sowie Architektonische Problemzone Mentlgasse




Das eigentliche Problem der „Mentlgasse“ und des Viertels darum (siehe Plan) hat eher einen sozialen als architektonischen Ursprung. Daher wäre hier eine Entstehung eines Zentrums für Innsbrucker Sozialprojekte und –vereine eine durchaus positive Entwicklung der Innsbrucker Sozialpolitik. Vor allem da sich dieser Stadtteil in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten schon zum Treffpunkt für soziale Randgruppen wie Obdachlose, Drogenabhängige usw. entwickelt hat.

Ausschnitt.jpgDas als „architektonisches Problem“ erachtete Gebäude gegenüber der Notschlafstelle könnte hier eine neue Nutzungsform erhalten und zum Beispiel zu einem Standort für Trainingsarbeitsplätze mit sozialer Betreuung, Drogenberatung (vergleiche „fix & fertig“ in Wien) … umfunktioniert werden.


Organisationen für soziale Randgruppen in Innsbruck

Verband der sozialökonomischen Betriebe Tirols (TISÖB):

Sozialintegrative Betriebe in Tirol:
in 29 Betrieben für 436 Menschen - davon sind:
- 239 Transitarbeitskräfte
- 148 Schlüsselarbeitskräfte
- 34 Menschen mit Behinderungen
- 15 Lehrlinge

Der Verein für Obdachlose
1500 Menschen pro Jahr nehmen die Hilfe des Vereins in Anspruch – mit steigender Tendenz. Neben der Teestube (Betreuung von 120 Personen) sorgt der Verein mit Streetwork, der Sozialberatung BARWO, dem Beschäftigungsprojekt LAMA und der Kleiderausgabestelle im Viaduktbögen 35 für jene, die auf der Straße leben.

Notschlafstellen:
Öffnungszeiten: 18.00 bis 9.00 Uhr jeden Tag (auch sonn- und feiertags);
Einlass und Aufnahme: von 06:00 bis 23.00 Uhr
Kapazität: 150 Schlafplätze,
Betreuung: Zwei Mitarbeiter pro Nacht;
ursprünglicher Betreibungszeitraum: November 2008 bis 31. März 2009; nun bis Ende April verlängert.

Caritas Diözese Innsbruck:
- abrakadabra: bietet diskriminierten Menschen Tagesarbeitsplätze zur beruflichen (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt.
- KOMFÜDRO:
Drogenkonsumenten werden begleitet und unterstützt, um mit dem notwendigen Rückhalt wieder Perspektiven für sich entwickeln zu können.
- Spritzena bgabe: Spritzentausch 1:1 gratis / Spritzenverkauf
- safer-use und safer-sex Beratung
- Aufklärung über diverse Infektionen (Hep. B/C, HIV, Abszesse, …)
- Ärztliche Beratung
- Cafebetrieb mit heißen/kalten Getränken und Snacks zum Selbstkostenpreis
- ua.

- Mentlvilla: akzeptierende Drogenarbeit, d.h. dass die Hilfesuchenden nicht die Bereitschaft zur Drogenabstinenz oder zum Entzug mitbringen müssen. Die Mentlvilla bietet den BewohnerInnen einen geschützten Lebensraum, Schutz vor der Dealerszene aber auch vor gesellschaftlicher Diskriminierung mit dem Ziel, eine eigene langfristige Wohnmöglichkeit zu finden, wo sie ambulant weiter betreut werden.

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